
In einer Gesprächsrunde mit Moderatorin Svenja Marie Streuter sprachen Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, die mO.-Geschäftsführer Alexander Illenseer und Jan Jansen sowie Mark Rauschen (2. Vorsitzender OCM) und Ira Klusmann (Vorsitzende OCM) darüber, was Osnabrück in den vergangenen Monaten gemeinsam erreicht hat – und was 2026 konkret ansteht.
Zum Auftakt ging es um den Tag der Niedersachsen 2025. Pötter hob die besondere Stimmung hervor: „Wir waren endlich mal stolz auf unsere Stadt.“ Die starke Binnenwirkung habe gezeigt, was möglich ist, wenn viele mitziehen. Illenseer zog daraus ein klares Fazit: „Osnabrück kann definitiv Großveranstaltung“ – sicher und friedlich.
Auch die Weiterentwicklung der Stadtmarke wurde aufgegriffen. Illenseer verwies auf den Stadtmarkenmonitor 2025: In der Gesamtrangliste der 50 größten Städte habe sich Osnabrück von Platz 34 auf Platz 31 verbessert, bei den bis 29-Jährigen liege die Stadt auf Platz 28. Die Verankerung einer Stadtmarke, die über Osnabrück hinaus wirkt, sei ein langfristiger Prozess. Image und Bekanntheit änderten sich nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch konsequente, wiedererkennbare Kommunikation und erlebbare Stadtentwicklung über mehrere Jahre hinweg. Oder wie Illenseer es auf den Punkt brachte: „Das wird ein Marathon sein.“
Wie sich Wahrnehmung im Alltag entscheidet, zeigte die Diskussion zur Innenstadt. Rauschen beschrieb Bereiche mit starker Strahlkraft ebenso wie Zonen im Wandel – und warb für einen nüchternen Blick: „Da ist Leben, da ist die Tür auf, da ist Licht an.“ Für die Innenstadt nannte er als Grundlage „Sauberkeit, Ordnung, Verlässlichkeit und Erreichbarkeit“. Klusmann ergänzte aus Sicht der Hotellerie: Gäste seien häufig weniger kritisch als Einheimische und sagten nicht selten, sie kämen „mit der Familie noch mal“ wieder.
Ein Schwerpunkt des Abends war der Neumarkt. Pötter verwies auf den Ratsbeschluss Ende 2025 und den geplanten Start der Umsetzung 2026. Ziel sei ein Platz mit deutlich mehr Aufenthaltsqualität – ein Ort, „wo sich Menschen aufhalten können“. Der Beginn der Arbeiten sei „ein richtiges Aufbruchssignal“, auch wenn eine Baustelle zunächst Einschränkungen bedeute. Rauschen erklärte den Strategiewechsel im OCM: Man habe die Position geräumt, wenn ein attraktiver Stadtraum entsteht und die Verkehrsleistung auf anderen Achsen gesichert bleibt. Aufenthaltsqualität sei dabei auch ein wirtschaftlicher Faktor: „Wenn die Leute sich wohlfühlen, dann bringt es Frequenzen, dann bringt es Umsatz.“
Zum Stadionumbau an der Bremer Brücke betonte Jansen die Bedeutung für Stadt und Region: „Es gibt keinen in der Stadt, der keine Meinung dazu hat.“ Zum aktuellen Stand sagte er, dass eine Projektskizze für eine Förderung aus Berlin (kommunale Sportstättenförderung) eingereicht worden sei. Parallel liefen weitere Schritte, darunter Vertiefung der Planung, Vorbereitung der Ausführung sowie Themen wie Generalunternehmer und Baugenehmigung. Jansen dankte ausdrücklich für den Rückenwind aus Politik und Verwaltung sowie den vielen Beteiligten im Hintergrund.
Zum Abschluss wurde im OCM ein Wechsel angekündigt: Ira Klusmann erklärte, sie werde auf der nächsten Mitgliederversammlung als Vorsitzende zurücktreten und den Übergang bei Bedarf begleiten. Mark Rauschen kündigte an, für den Vorsitz zu kandidieren und den OCM als Netzwerk und Ansprechpartner für Politik und Verwaltung weiterzuentwickeln.
„Dieses Miteinander trägt – und genau diese Dynamik wollen wir 2026 fortsetzen“, sagte mO.-Geschäftsführer Alexander Illenseer. „Wenn Stadt, OCM, Politik, Stadtgesellschaft und Wirtschaft weiter so zusammenarbeiten, wird das ein erfolgreiches Jahr.“


