Restart in der Osnabrücker Innenstadt

v.l.: Alexander Illenseer (Geschäftsführer, mO.), Mark Rauschen (2. Vorsitzender OCM), Iris Pohl, Ruth Hethey, Jakob J. Lübke und Julia Determann (alle Citymanagement mO.)

Die letzten Monate waren Krisenmonate für die Osnabrücker Innenstadt. Für kurzfristige Aktionen und Maßnahmen für eine lebendige Innenstadt wurden der Marketing Osnabrück GmbH (mO.) im Auftrag der Stadt Osnabrück 200.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das entschied der Rat der Stadt Osnabrück im März dieses Jahres. „Mit der positiven Ratsentscheidung haben wir direkt begonnen, in enger Abstimmung mit den Akteuren aus Handel, Gastronomie und Kultur, geeignete Maßnahmen auszuarbeiten, die teilweise schon umgesetzt wurden“, so Alexander Illenseer, Geschäftsführer der mO. In zwei intensiven Workshops konnten sowohl umsetzbare Sofortmaßnahmen als auch jede Menge Ideen für mittel- und langfristige Projekte entwickelt werden. „Das was wir nicht sofort umsetzen können, nehmen wir für die Zukunft mit“, so Illenseer.

Die Akteure der Innenstadt - von Handel über Gastronomie bis zur Kultur - sind nach dem langen Lockdown nun wieder da und freuen sich auf Besucher und Kunden. „Viele haben die Zeit genutzt, um zu renovieren oder neue Konzepte umzusetzen und sind jetzt in neuer Stärke zurück im Geschäft“, so Mark Rauschen, 2. Vorsitzender des Osnabrücker City Marketing Vereins (OCM). „Uns tut vor allem gut, die Freude der Menschen zu spüren. Denn sowohl unsere Mitarbeiter:innen als auch die Besucher:innen freuen sich, die Stadt jetzt wieder mit allen Facetten erleben zu können.“ Dieses Gefühl bestätigt Jakob J. Lübke, der als Nachtbürgermeister im engen Kontakt zu Restaurant-, Club- und Kneipenbesitzer:innen steht: „Die Energie ist in allen Bereichen enorm ? kreative Ideen treffen auf immer mehr Möglichkeiten ? und das zur Freude von Gästen und Gastronom:innen.“

Wohlfühlatmosphäre in der Innenstadt

„Mit Hilfe der Sofortmaßnahmen möchten wir die Besucher:innen in Osnabrück willkommen heißen und eine Wohlfühlatmosphäre in der Stadt schaffen“, so Iris Pohl, Citymanagerin bei der mO. Der Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB) platzierte dazu im Auftrag der mO. bereits im Juni 60 Blumenkübel, bepflanzte diese und kümmert sich fortlaufend um die Pflege der Blumen. Zudem wurden in der Redlingerstraße und Öwer de Hase Pflanzkästen für Bäume und Sitzmöglichkeiten aus Paletten aufgestellt. „Für das Design der Palettenmöbel sind unsere Auszubildenden verantwortlich, die in eigenverantwortlicher Arbeit robuste Sitzmöglichkeiten geschaffen haben“, so Thomas Maag, Abteilungsleiter Stadtgrün beim OSB. „Wir sind froh, mit dem OSB einen zuverlässigen Partner in Sachen Bepflanzung an der Hand zu haben“, so Illenseer. Des Weiteren werden im Rahmen des Sofortprogramms dekorative Blumen, Schirmchen und Schmetterlinge in bunten Farben angeschafft, die ab nächster Woche die Herrenteichsstraße schmücken. „In Abstimmung mit den Hauseigentümern und Anliegern in der Herrenteichsstraße wollen wir mit Überspannungen zwischen den Gebäuden eine einladende Atmosphäre schaffen“, so Pohl.

Neben Wohlfühlatmosphäre soll in der Innenstadt im Juli gleichzeitig ein Erlebnis geschaffen werden. Dafür sorgen sechs große Karussells, drei Kinderkarussells und über 20 Buden mit Spielen und kulinarischen Spezialitäten, die man sonst nur auf den Jahrmärken findet. Los geht es am 2. Juli an der Johanniskirche. „Die Veranstaltung sichert zum einen die Existenz der Schausteller, aber vor allem lockt sie Besucher an, nach einem langen Lockdown wieder in die Stadt zu kommen“, so Illenseer. Das Erlebnis steigert nicht nur die Attraktivität der Innenstadt und des Einzelhandels sondern verlängert auch die Verweildauer der Besucher:innen.